Verlagerungspotential von Flügen auf die Bahn in Frankfurt nutzen!

Pressemitteilung von Sabine Leidig, MdB vom 18.04.2012

Sabine Leidig

Sabine Leidig (MdB)

Die Ergebnisse unserer Kleinen Anfrage, mit der wir die Bundesregierung zum Verlagerungspotential am Flughafen Frankfurt befragt haben, stützen unsere These, daß ein relevanter Teil des Flugverkehrs, der heute ganze Regionen verlärmt, Krankheiten verursacht und das Klima massiv schädigt, auf die weitaus umweltfreundlichere Bahn verlegt werden kann.

“Immer mehr Flugverkehr macht krank, ist klimaschädlich und heizt den globalen Kampf um Treibstoff an. Wir können diesen zerstörerischen Weg verlassen! Selbst vom Airport Frankfurt/Main, an dem vor allem internationale Verbindungen abgewickelt werden, kann schon heute gut ein Viertel aller Flüge durch Zugfahrten von maximal sechs Stunden ersetzt werden. Wenn die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Schiene umgesetzt sind, könnte diese Zeit auf maximal 4 Stunden verkürzt werden. Die Tatsache, dass die Fliegerei noch immer steuerlich begünstigt und subventioniert wird, ist angesichts der notwendigen sozial-ökologischen Transformation geradezu pervers. Statt dessen muss die Politik in mehr und bessere Bahnverbindungen investieren, um zukunftsfähiges Reisen zu unterstützen.” (Zitat Sabine Leidig)
Kleine Anfrage (PDF, 37,55 KB),
-> Pressereaktionen darauf Frankfurter Rundschau Jeder vierte Flug durch Zugfahrt ersetzbar
Hessischer Rundfunk LINKE für weniger Kurzflüge

Solarausstieg stoppen – Energiewende unumkehrbar machen

Pressemitteilung von Werner Dreibus, MdB vom 29.03.2012

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

Zur heutigen Abstimmung zum „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie und zu weiteren Änderungen im Recht der erneuerbaren Energien“ (BT-Drs. 17/8877) im Bundestag und dem Antrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE “Mut zum Aufbruch ins solare Zeitalter“ erklärt der Bundestagsabgeordnete Werner Dreibus:

Solarausstieg stoppen – Energiewende unumkehrbar machen

„Die außerplanmäßige drastische Kürzung der Solarförderung keine acht Wochen nach Inkrafttreten der letzten umfassenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) blockiert die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien und die Dezentralisierung der Stromversorgung. Union und FDP betätigen sich damit als Erfüllungsgehilfen der großen Energiekonzerne und Förderer der fossil-nuklearen Energiewirtschaft. Darüber hinaus gefährdet Schwarz-Gelb mutwillig zehntausende Arbeitsplätze bei den Herstellern von Photovoltaikzellen und –modulen wie SMA in Kassel. Das ist umwelt- und wirtschaftspolitisch völliger Irrsinn.

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE lehnt deshalb die außerplanmäßigen Kürzungen bei der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen ab und fordert stattdessen die anderen Fraktionen auf, ein Unterstützungsprogramm für die bereits angeschlagene Solarbranche aufzulegen. Die Weichen für den konsequenten Um- und Aufbau der Infrastruktur aus Stromspeichern und Stromnetzen müssen jetzt gestellt werden und sich an den Bedürfnissen einer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien orientieren. Das würde die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien tatsächlich unumkehrbar machen.“

Fluglärm macht krank und kaputt

Pressemitteilung von Sabine Leidig, MdB vom 23.03.2012

Sabine Leidig

Sabine Leidig (MdB)

„Das Wachstum beim Flugverkehr hat mehr als eine Kehrseite: Lärm macht krank, die klimazerstörende Wirkung der Fliegerei ist enorm und auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise müssen Alternativen gefördert werden. Und die gibt es“, so Sabine Leidig, anlässlich der aktuellen bundesweiten Proteste gegen Fluglärm. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE,  Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, weiter:

„Mehr und bessere Bahnverbindungen können viele Inlands- und Kurzstreckenflüge ersetzen; bereits heute wäre beispielsweise ein Drittel der Flüge von Berlin aus in weniger als 5 Stunden Bahnfahrt machbar. Die Renaissance von Nachtzügen zwischen europäischen Metropolen könnte Teil einer neuen, zukunftsfähigen Reisekultur sein – ohne Hast und ohne großen CO2-Rucksack.
Auch der wachsende Transport von Waren per Luftfracht ist weder ökologisch noch sozial. Ein Umsteuern auf Wertschöpfungsketten mit kurzen Wegen ist nötig. Derzeit wird keine Verkehrsart so hoch subventioniert wie der Flugverkehr. Die Lobbyverbände der Branche finden in den Ministerien und Bundestagsbüros offene Türen. Deshalb ist es wichtig, dass der gesellschaftliche Druck wächst, damit mehr Vernunft in die Verkehrspolitik kommt.
Es muss Schluss mit Steuerbefreiung und Zuschüssen für den Flugverkehr sein, stattdessen müssen die Folgekosten für Umwelt und Gesundheit den Verursachern angelastet werden.
Morgen werden in Frankfurt, München, Berlin, Leipzig/Halle, Düsseldorf und Köln/Bonn zigtausende Bürgerinnen und Bürger für lärmfreie Nächte, weniger Flüge und vernünftige Routen friedlich demonstrieren. Recht haben sie.“

Lärm macht krank

Pressemitteilung von Werner Dreibus, MdB vom 22.03.2012

Der Bundestagsabgeordnete Werner Dreibus und DIE LINKE. Main-Kinzig unterstützen den Aktionstag gegen Fluglärm.

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

Tausende von Fluglärm drangsalierte Menschen werden sich am Sonnabend zu Wort melden – auch am Frankfurter Flughafen. „Lärm macht krank!“ ist ihre Botschaft. Auf dem Frankfurter Flughafen wurden 2010 über 460.000 und 2011 über 480.000 Flugbewegungen abgewickelt. Wie in Frankfurt kämpfen auch anderswo in Deutschland und Europa Menschen gegen noch mehr Fluglärm. Die LINKE im Main-Kinzig-Kreis unterstützt diese Proteste. Die Linksfraktion im Bundestag hat ein „echtes“ Flug-Blatt zum Aktionstag produziert.

„Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.“ Diese Prophezeiung des Medizin-Nobelpreisträgers Robert Koch ist über einhundert Jahre alt – und leider wahr geworden.Verkehr ist die Hauptursache für gesundheitsschädigenden Lärm: Vor allem die Herz-Kreislauferkrankungen nehmen zu. Über die Hälfte aller Deutschen fühlt sich durch Straßenlärm belästigt, durch Fluglärm jeder Dritte, durch Verkehr auf der Schiene immerhin ein Fünftel. Zudem schädigt Lärm nachweislich auch, wenn subjektiv keine Belästigung vorliegt.

„Mehr und bessere Bahnverbindungen könnten In­lands- und Kurzstreckenflüge ersetzen. Schon heute wäre ein Drittel davon mit Bahnfahrten unter fünf Stunden zu machen“, sagt Werner Dreibus, Bundestagsabgeordneter aus Hanau. „Die zwei verkehrsreichsten Strecken des Frankfurter Flughafens im Jahr 2010 waren die nach Hamburg und Berlin. Das muss doch nicht sein“, ergänzt der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack.

Wie in Frankfurt werden sich auch in Berlin, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München Betroffene gegen Größenwahn und grenzenloses Wachstum an den Flughäfen auf Kosten der Menschen wehren – für ein gesundes Leben ohne Fluglärm und für den Klimaschutz.

FlugBlatt [pdf]

http://www.werner-dreibus.de und Nachhaltig-Links

Stoppt den Solar-Ausstieg!

Pressemitteilung von Werner Dreibus, MdB vom 05.03.2012

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

Am vergangenen Mittwoch hat die Bundesregierung drastische Kürzungen für die Solarförderung beschlossen. Fünf Tage später, also an diesem Montag ruft ein breites Bündnis von Solarbranche, Gewerkschaften und Umweltverbänden unter dem Motto „Stoppt den Solarausstieg!“ zu einer Großkundgebung am Brandenburger Tor auf.

Die Kürzungspläne der Bundesregierung für die Solarenergie gefährden zehntausende Arbeitsplätze, hunderte allein bei SMA hier in Kassel und blockieren die Energiewende hin zu dezentralen, erneuerbaren Energien.“, so Werner Dreibus, der die Protestkundgebung in Berlin ausdrücklich unterstützt.

Neben der Höhe der geplanten Kürzungen ist auch der vorgesehene Zeitplan indiskutabel. Bereits neun Tage nach dem Beschluss der Bundesregierung sollen die Fördersätze zum 09. März 2012 gekürzt werden. Dies hat bereits jetzt verheerende Folgen: Unmittelbar nach Ankündigung der Regierungspläne wurden Bestellungen storniert und Bankkredite für Solaranlagen widerrufen. Installateure bleiben auf bestellter Ware sitzen, Investoren bricht die Finanzierung weg. „Dieses Vorgehen seitens der Bundesregierung ist nicht nur hektisch und planlos, sondern schlicht verantwortungslos.“, meint dazu Werner Dreibus. Parallel zu den Kürzungsvorschlägen der Bundesregierung wird die Bundestagsfraktion DIE LINKE daher einen Antrag in den Bundestag einbringen, der ein Unterstützungsprogramm für die Solarbranche fordert und ein Maßnahmenpaket zur Beschleunigung der Energiewende enthält.

http://www.werner-dreibus.de

LINKE kontert Kritik von OB Kaminsky an IGF

Pressemitteilung vom 02.03.2012

Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)“Der Versuch ist offensichtlich, aus dem Thema Fluglärm parteipolitisches Kapital für die SPD schlagen zu wollen.” So kommentiert die Stadtverbandsvorsitzende der Hanauer LINKEN Michaela Block, den Vorwurf von Oberbürgermeister Claus Kaminsky gegenüber Eric Ludwig, dem Vorsitzendem der Interessengemeinschaft Fluglärm  Hanau-Kinzigtal (IGF). Block weiter: „Statt offensichtlichem Ablenkungsmanöver sollte Kaminsky lieber erklären, wie das Wunder geschehen soll, dass es durch die neue Landebahn zwar mehr Flugbewegungen, aber weniger Lärm geben soll. Eric Ludwig ist nicht Mitglied der LINKEN. Doch weil er wie DIE LINKE in Hessen, aber auch viele Anhänger und Mitglieder der Grünen und der SPD die Fluglärmproblematik konsequent zu Ende denkt, haben wir ihm gerne die Möglichkeit zur Kandidatur eingeräumt. Dass er nun im Ortsbeirat Innenstadt sitzt, ist ein Gewinn.”

Zudem, ergänzt der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack, “legt das Gutachten des Main-Kinzig-Kreises nahe, dass die Bürgerinnen und Bürger Hanaus wesentlich weniger durch eine Anhebung der Flughöhen und neue Anflugverfahren entlastet werden, als die Bewohner des östlichen Main-Kinzig-Kreises. Dies sollte auch OB Kaminsky bekannt sein. Die Gesundheit der Menschen muss im Vordergrund stehen. Deshalb war der Bau der neuen Landebahn ein Fehler, außerdem muss das Nachflugverbot von 22:00 – 06:00 Uhr ausgeweitet werden bzw. die Flugbewegungen begrenzt werden. Nichts anderes hat Herr Ludwig als IGF-Vorsitzender gefordert.“

“Wir bleiben dabei“, so Feuerhack „jedes Dezibel weniger Lärm ist gut, weil es die eindeutig nachgewiesene Gesundheitsgefährdung verringert. Deshalb steht DIE LINKE auch weiterhin geschlossen hinter allen Initiativen, die das erreichen wollen. Konkret begrüßen wir eine reale Anhebung der Flughöhen ebenso wie lärmvermindernde Anflugverfahren. Allerdings sind wir nicht so naiv zu glauben, dass die Fluglärmproblematik alleine damit gelöst wird. Hanauerinnen und Hanauer und natürlich alle Bürgerinnen und Bürger, die noch näher in Richtung Flughafen leben, haben den gleichen Anspruch auf körperliche Unversehrtheit, unabhängig vom SPD-Parteibuch.”

http://www.dielinke-mkk.de

Außer Spesen nichts gewesen

Pressemitteilung des OV Gelnhausen vom 03.02.2012

Gelnhäuser Linke gegen „weiter wie gehabt“ mit e.on

Herbert Vetter

Der Gelnhäuser Ortsverband der LINKEN befasste sich auf einer Beratung in dieser Woche mit der vorgesehenen weiteren Konzessionsvergabe zur Stromversorgung an den seitherigen Lieferanten e.on und will dieses offenbar von Anfang an geplante Vorgehen nicht kommentarlos hinnehmen, wie Herbert Vetter als Vertreter der Partei mitteilte.

Bereits im letzten Oktober hätten die Gelnhäuser Linken mit Flugblättern an einem Infostand die Bevölkerung über die von der Magistratsmehrheit vorgesehene weitere Vergabe der Stromkonzession an den Multi e.on informiert. Im letzten Jahr sei es ja zu einer durchweg positiven Bewertung eines Einstieges der Stadt in die Gelnhäuser Stromversorgung durch ein auf Energieversorgung spezialisiertes Nürnberger Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsbüro gekommen. Anhörungen von Bürgermeistern unterschiedlichster Parteienzugehörigkeit aus Städten mit rekommunalisierten Versorgungsunternehmen bestätigten Wirtschaftlichkeit und Gewinnerwartungen auch bei kreditfinanzierten Übernahmen. Mit einer handverlesenen Kommission aus  den fünf Magistratsparteien sei dennoch alternativlos auf das Ziel einer weiteren Konzessionsvergabe an e.on gearbeitet und dem Mitbewerber um die Konzessionsvergabe Kreiswerke Main-Kinzig keinerlei Verhandlungen eingeräumt worden. Das aber war eine Forderung der LINKEN, der sich alle übrigen Parteien mit einem „weiter so“ entzogen.

Keine Partei habe auf Verhandlungen mit den Kreiswerken bestanden und damit unter Beweis gestellt, dass man sich längst auf den auch in unserer Region für die Bewohner äußerst nachteilig auftretenden Konzern  (Beispiel „Staudinger“) festgelegt hatte oder ihn zumindest hinnehme. Auch durch das verschämte Einfügen eines Halbsatzes der „Grünen in einem Presseartikel vom 1. 2., „eine Bewerbung der Kreiswerke sei bedauerlicherweise zurückgezogen worden“ ändere daran nichts.

Die Gelnhäuser Linken halten es daher für erforderlich, dass ein allen Fraktionen am 30. 11. 2011 übersande Schreiben des Aufsichtsratsvorsitzenden Pipa und Geschäftsführers Schneider der Kreiswerke in den wichtigsten Passagen öffentlich zur Sprache kommt. Darin heißt es: „Die von der Stadt eingesetzte Verhandlungskommission hat nach Aussagen  von Herrn Bürgermeister Stolz … intensive Gespräche mit der E.ON Mitte geführt, um eine Beteiligung der Stadt an dem Unternehmen auszuloten. Mit uns ist dieses Gespräch nicht gesucht worden. Gerne hätten die Kreiswerke Main-Kinzig der Stadt Gelnhausen als Partner zur Seite gestanden, sind sie doch seit Jahrzehnten verlässlicher Partner der Kommunen… . Als Arbeitgeber für 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt ihnen außerdem eine hohe regionale Verantwortung zu. Und nicht nur das Unternehmen, auch der Mehrheitsgesellschafter Main-Kinzig-Kreis hat seinen Sitz in der Barbarossastadt.

Wir wollen an dieser Stelle deutlich betonen, dass sich die Kreiswerke Main-Kinzig intensiv und zeitaufwendig um die Stromkonzession der Stadt bemüht haben. Interne Gutachten wurden erstellt, Wirtschaftlichkeitsberechnungen unternommen und Ideen für eine konstruktive Partnerschaft mit der Stadt Gelnhausen entwickelt, die wir Ihnen gerne vorgestellt hätten.“

Da auch mit den Kreiswerken ein erheblich höherer Versorgungsgrad an erneuerbaren Energien zu gewährleisten wäre und diese auch öffentlich-rechtlich kontrolliert seien sowie alle Dienstleistungen vor Ort vorhanden seien und niemand auf anonyme schwer erreichbare Service-Center angewiesen wäre, hinge Gelnhausen nicht mehr am Tropf eines Weltkonzerns mit vorrangig strategischer Ausrichtung auf den Kapitalmarkt. Daher fordern die Linken, dass alle Versuche unternommen werden, jetzt noch trotz des Rückzuges der Kreiswerke mit diesen alternativ ins Gespräch zu kommen.

Bei einem jährlichen Umsatz Hessischer Kommunalunternehmen von 7 Milliarden Euro, Konzessionsabgaben von 470 Millionen an die Städte, 21.755 Beschäftigten und 426 stromversorgten Kommunen, deren Anzahl und Erfolg weiter steige, sei es rätselhaft, warum die Gelnhäuser Grünen nun das Heil in einigen Jahren in einer rot-grünen Änderung der Hessischen Gemeindeordnung suchen, statt jetzt offensiv für eine Stadtwerke zu kämpfen, die auch eine ist und nicht bloß das Etikett zur Vermarktung nutze. Während die Ökopartei noch im letzten August Spitze eines Gelnhäuser Bürgerbegehrens für eine Rekommunalisierung sein wollte, müsse jetzt die Hoffnung auf einen Landtagswahlsieg deren Widersprüche übertünchen, so DIE LINKE.

Abschließend fordert die Gelnhäuser Linke, die anstehende Konzessionsvergabe nur kurzfristig auf drei bis fünf Jahre und in Verbindung mit einer Sonderkündigungsklausel zum möglichen Eigenbetrieb abzuschließen. Die bestehende Laufzeit könne genutzt werden, mit der Bevölkerung, investitionswilligen Bürgerinnen und Bürgern und nicht zuletzt den Kreiswerken Alternativen zu der weiteren Alleinherrschaft des Energiemultis zu erarbeiten.

http://www.dielinke-mkk.de

Fluglärmproteste bewirken etwas – Lärm ist aber schädlich für alle

Pressemitteilung von Werner Dreibus (MdB) vom 26.01.2012

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

„Konsequenter Widerstand nutzt etwas. Das zeigt das Thema Fluglärm“, so der Bundestagsabgeordnete Werner Dreibus (DIE LINKE.) aus Hanau. „Die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region haben durch ihre Proteste das Thema Fluglärm und Flughafenausbau zum medialen Dauerthema gemacht. Und nur dann kann sich etwas ändern.“

„Sogar die hessische Landesregierung“, ergänzt Thomas Maurer, Kreisvorstandsmitglied der LINKEN im Main-Kinzig-Kreis, „erweckt nun den Eindruck, auf die Lärmproteste einzugehen. Dies wurde auch auf der gestrigen Veranstaltung in Gelnhausen zu den gutachterlich festgestellten möglichen Veränderungen der Anflugrouten über dem Main-Kinzig-Kreis sichtbar. Nach den dortigen Stellungnahmen des Vertreters des hessischen Wirtschaftsministers“, so Maurer ironisch, „werden nun wohl die Flughöhen zwischen dem Osten des Kreises und Hanau ganz schnell um etwa 300 m angehoben.“

Der Bundestagsabgeordnete Dreibus mahnt in diesem Zusammenhang: „Bis jetzt gibt es nur schöne Worte. Jede Fluglärmminderung schützt unsere Gesundheit. Wenn die schnelle Anhebung der Flughöhen kommt, wäre dies eine Lärmentlastung um etwa 50 Prozent. Und die Umsetzung der gutachterlich festgestellten Anflugalternativen (CDA- oder Point-Merge-Anflüge) würden weitere Fortschritte bedeuten. Deshalb ist der Weg des Main-Kinzig-Kreises richtig, diese Verfahren beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung zu beantragen und – bei Ablehnung – einzuklagen.“

Allerdings sei Lärm schädlich für alle Menschen, nicht nur für die im Main-Kinzig-Kreis. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema legten leider nahe, dass in Hanau trotz einer durch die schnelle Anhebung der Flughöhen deutlich hörbaren Lärmminderung die Belastung immer noch auf einem gesundheitsschädlichen Niveau verbleibe.

Alle, die nicht nur dem Sankt Florians Prinzip folgen, müssten sich, so Dreibus abschließend, auch fragen: „Was nutzen lärmmindernde Anflugverfahren den Menschen in Hanau und weiter westlich, zum Beispiel in Offenbach? Und was nutzen diese Verfahren, wenn in wenigen Jahren die neue Landebahn ihre volle Kapazität von über 700.000 Flugbewegungen im Jahr erreicht hat (2011: ca. 490.000)?

Erfolge gegen Fluglärm sind in jedem Fall nur möglich, wenn der Widerstand weitergeht. Und er muss solidarisch gegenüber allen Betroffenen bleiben. Ich und meine Partei werden weiter dabei sein. Für uns gilt die Losung: Menschen vor Profite.“

http://www.werner-dreibus.de

http://www.igfluglaerm.de/

Die Montagsdemos am Flughafen gehen weiter – Nur wenn sich die Menschen wehren wird sich etwas ändern!

Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)

Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)Die vom Bündnis der Bürgerinitiativen seit November veranstalteten Montagsdemos am Frankfurter Flughafen haben die Politik verändert. Am 16.01. wird die IGF wieder mit vielen Teilnehmern aus Hanau, Gelnhausen, Rodenbach usw. gegen den Fluglärm demonstrieren. Die Montagsdemos finden im Terminal 1 des Flughafens statt und beginnen immer um 18 Uhr. Am 16.01. treffen sich IGF-Mitglieder um 16:50 am Hanauer Hauptbahnhof um gemeinsam mit der S-Bahn zum Flughafen zu fahren (Abfahrt ist um 17:01).

Die Kundgebungen im Flughafengebäude sind sehr eindrucksvoll und zeigen Wirkung. Die Schätzungen gehen von bis zu 5.000 Teilnehmern aus.

Dieser massive Protest hat jetzt auch endlich die Landespolitiker aufgeschreckt. Die Fluglärmgegner lassen sich aber nicht von ein paar warmen Worten beeindrucken. Eric Ludwig – Vorsitzender der IGF – stellt fest: Erst wenn tatsächlich die berechtigten Forderungen der Fluglärmbetroffenen erfüllt werden, wird der Protest aufhören. Solange die Landesregierung aus CDU und FDP gegen das Nachtflugverbot klagt, können diese Politiker so viel erzählen wie Sie wollen, man wird Ihnen nicht glauben.

Die IGF ist überparteilich und arbeitet mit allen Institutionen zusammen, die sich für weniger Lärm einsetzen. Im abgelaufenen Jahr gab es mit mehreren Parteien eine sehr positive Zusammenarbeit. Mit der SPD, den Grünen, den LINKEN,, den Freien Wählern und mit den Piraten wurden Gespräche geführt oder sogar gemeinsam Veranstaltungen organisiert, um Informationen zu geben und konkrete Vorschläge zur Lärmminderung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Auch mit öffentlichen Stellen hat die IGF gut zusammengearbeitet. Zum Beispiel hat die IGF auf einer Bürgerversammlung in Steinau über den Fluglärm berichtet und die Stadt Gelnhausen hat die Rodenbacher Erklärung der IGF auf Ihrer Internet-Seite veröffentlicht, dort kann man die Forderungen nach weniger Lärm sogar online unterstützen.

Die IGF wird in den parteipolitischen Auseinandersetzungen nicht Partei ergreifen. Aber wenn es notwendig ist, muss die IGF weiterhin klar Stellung beziehen: für die IGF ist die Politik der CDU – egal ob im Main-Kinzig-Kreis oder in Hessen – weiterhin einseitig pro Flughafen ausgerichtet. Die Beschwerden über den Fluglärm werden zur Kenntnis genommen, aber es passiert nichts. Aus Sicht der IGF wird nur so getan, als würde man die Gesundheitsgefahren bzw. die massive nächtliche Ruhestörung und den unzumutbaren Lärm während des Tages ernst nehmen.

Die offizielle politische Linie der SPD in Hanau und im MKK ist auch grundsätzlich für den Flughafenausbau. Das haben zum Beispiel Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky und Landrat Pipa auch 2011 wieder bestätigt. Wir können aber auch feststellen, dass konkrete Massnahmen gegen den Lärm ergriffen wurden, z.B. wurde ein Gutachten über alternative Anflugverfahren in Auftrag gegeben und Landrat Pipa wird nicht müde die Flugsicherung anzugreifen.

Früher oder später werden alle Flughafen(ausbau)befürworter anerkennen müssen, dass ein umfassendes Nachtflugverbot, geänderte Anflugverfahren und eine Begrenzung des Flugverkehrs absolut notwendig sind, um wieder Frieden in der Region zu schaffen. Weitere Infos zu den Montagsdemos und zum Fluglärm sind auf der Homepage der IGF abrufbar – www.igfluglaerm.de[http://www.iglfuglaerm.de/

Eric Ludwig 1. Vorsitzender

http://www.dielinke-mkk.de

Montagsdemo der Fluglärmgegener – Petition unterzeichnen!

Die Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V., die bereits mehr als 10.000 Protest-Unterschriften gegen den Ausbau von Fraport und die daraus folgenden Belastungen gesammelt hat, unterstützt die Montagsdemos am Frankfurter Flughafen.

Am 12.12.2011 wird die IGF gemeinsam an der Demonstration teilnehmen und fordert nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis sowie die Parteien und Verbände auf, sich an dieser Protestveranstaltung zu beteiligen und so zu dokumentieren, dass nicht nur die Bevölkerung in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, sondern auch jene, die 40, 50 oder gar 60 Kilometer von der Landebahn entfernt wohnt, unter dem Lärmterror leidet.

Eine gute Bahnverbindung zum Frankfurter Flughafen ist die S9 ab Hanau Hauptbahnhof um 17:01 Uhr. Die Montagsdmemos beginnen immer um 18 Uhr im Terminal 1.

 

Besserer Schutz der Bevölkerung des Rhein-Main-Gebietes vor Fluglärmbelastung

Liebe Freunde und Bekannte bitte unterschreibt die Petition:

Niemand muss mehr wie in alten Startbahn-West-Zeiten nachts im Kalten campen und sich tagsüber vertrimmen lassen. Wer heute etwas gegen Fluglärm und maßlosen Ausbau der Flughäfen auf Kosten der umliegenden Städte tun will, braucht seinen Schreibtisch nicht mehr zu verlassen, sondern kann folgende Petition unterzeichnen:

http://www.openpetition.de/petition/online/besserer-schutz-der-bevoelkerung-des-rhein-main-gebietes-vor-fluglaermbelastung

Auch wenn es in diesem speziellen Fall um das Rhein-Main-Gebiet und seinen Widerstand gegen Fraport geht, sind Stimmen aus der ganzen Republik erwünscht und erforderlich. Ab 50 000 Unterzeichnern muss sich der Bundestag mit dem konkreten Problem des Fluglärms auseinandersetzen, was sich positiv für alle Städte in Flughafennähe auswirken wird.

Jeder kann unterzeichnen, auch ohne Namensnennung. (Einfach „Nicht Öffentlich unterschreiben“ anklicken.) Der ganze Vorgang erfordert lediglich die Angabe der E-mail-Adresse und dauert keine zwei Minuten.

Bitte nehmt diese Mail wenn möglich in Euren Verteiler auf und schickt sie weiter, damit die Petition noch mehr Stimmen erhält.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen F. Caroline Bachmann

http://www.dielinke-mkk.de

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