Fluglärm macht krank und kaputt

Pressemitteilung von Sabine Leidig, MdB vom 23.03.2012

Sabine Leidig

Sabine Leidig (MdB)

„Das Wachstum beim Flugverkehr hat mehr als eine Kehrseite: Lärm macht krank, die klimazerstörende Wirkung der Fliegerei ist enorm und auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise müssen Alternativen gefördert werden. Und die gibt es“, so Sabine Leidig, anlässlich der aktuellen bundesweiten Proteste gegen Fluglärm. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE,  Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, weiter:

„Mehr und bessere Bahnverbindungen können viele Inlands- und Kurzstreckenflüge ersetzen; bereits heute wäre beispielsweise ein Drittel der Flüge von Berlin aus in weniger als 5 Stunden Bahnfahrt machbar. Die Renaissance von Nachtzügen zwischen europäischen Metropolen könnte Teil einer neuen, zukunftsfähigen Reisekultur sein – ohne Hast und ohne großen CO2-Rucksack.
Auch der wachsende Transport von Waren per Luftfracht ist weder ökologisch noch sozial. Ein Umsteuern auf Wertschöpfungsketten mit kurzen Wegen ist nötig. Derzeit wird keine Verkehrsart so hoch subventioniert wie der Flugverkehr. Die Lobbyverbände der Branche finden in den Ministerien und Bundestagsbüros offene Türen. Deshalb ist es wichtig, dass der gesellschaftliche Druck wächst, damit mehr Vernunft in die Verkehrspolitik kommt.
Es muss Schluss mit Steuerbefreiung und Zuschüssen für den Flugverkehr sein, stattdessen müssen die Folgekosten für Umwelt und Gesundheit den Verursachern angelastet werden.
Morgen werden in Frankfurt, München, Berlin, Leipzig/Halle, Düsseldorf und Köln/Bonn zigtausende Bürgerinnen und Bürger für lärmfreie Nächte, weniger Flüge und vernünftige Routen friedlich demonstrieren. Recht haben sie.“

Lärm macht krank

Pressemitteilung von Werner Dreibus, MdB vom 22.03.2012

Der Bundestagsabgeordnete Werner Dreibus und DIE LINKE. Main-Kinzig unterstützen den Aktionstag gegen Fluglärm.

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

Tausende von Fluglärm drangsalierte Menschen werden sich am Sonnabend zu Wort melden – auch am Frankfurter Flughafen. „Lärm macht krank!“ ist ihre Botschaft. Auf dem Frankfurter Flughafen wurden 2010 über 460.000 und 2011 über 480.000 Flugbewegungen abgewickelt. Wie in Frankfurt kämpfen auch anderswo in Deutschland und Europa Menschen gegen noch mehr Fluglärm. Die LINKE im Main-Kinzig-Kreis unterstützt diese Proteste. Die Linksfraktion im Bundestag hat ein „echtes“ Flug-Blatt zum Aktionstag produziert.

„Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.“ Diese Prophezeiung des Medizin-Nobelpreisträgers Robert Koch ist über einhundert Jahre alt – und leider wahr geworden.Verkehr ist die Hauptursache für gesundheitsschädigenden Lärm: Vor allem die Herz-Kreislauferkrankungen nehmen zu. Über die Hälfte aller Deutschen fühlt sich durch Straßenlärm belästigt, durch Fluglärm jeder Dritte, durch Verkehr auf der Schiene immerhin ein Fünftel. Zudem schädigt Lärm nachweislich auch, wenn subjektiv keine Belästigung vorliegt.

„Mehr und bessere Bahnverbindungen könnten In­lands- und Kurzstreckenflüge ersetzen. Schon heute wäre ein Drittel davon mit Bahnfahrten unter fünf Stunden zu machen“, sagt Werner Dreibus, Bundestagsabgeordneter aus Hanau. „Die zwei verkehrsreichsten Strecken des Frankfurter Flughafens im Jahr 2010 waren die nach Hamburg und Berlin. Das muss doch nicht sein“, ergänzt der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack.

Wie in Frankfurt werden sich auch in Berlin, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München Betroffene gegen Größenwahn und grenzenloses Wachstum an den Flughäfen auf Kosten der Menschen wehren – für ein gesundes Leben ohne Fluglärm und für den Klimaschutz.

FlugBlatt [pdf]

http://www.werner-dreibus.de und Nachhaltig-Links

LINKE kontert Kritik von OB Kaminsky an IGF

Pressemitteilung vom 02.03.2012

Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)“Der Versuch ist offensichtlich, aus dem Thema Fluglärm parteipolitisches Kapital für die SPD schlagen zu wollen.” So kommentiert die Stadtverbandsvorsitzende der Hanauer LINKEN Michaela Block, den Vorwurf von Oberbürgermeister Claus Kaminsky gegenüber Eric Ludwig, dem Vorsitzendem der Interessengemeinschaft Fluglärm  Hanau-Kinzigtal (IGF). Block weiter: „Statt offensichtlichem Ablenkungsmanöver sollte Kaminsky lieber erklären, wie das Wunder geschehen soll, dass es durch die neue Landebahn zwar mehr Flugbewegungen, aber weniger Lärm geben soll. Eric Ludwig ist nicht Mitglied der LINKEN. Doch weil er wie DIE LINKE in Hessen, aber auch viele Anhänger und Mitglieder der Grünen und der SPD die Fluglärmproblematik konsequent zu Ende denkt, haben wir ihm gerne die Möglichkeit zur Kandidatur eingeräumt. Dass er nun im Ortsbeirat Innenstadt sitzt, ist ein Gewinn.”

Zudem, ergänzt der Kreisvorsitzende Jens Feuerhack, “legt das Gutachten des Main-Kinzig-Kreises nahe, dass die Bürgerinnen und Bürger Hanaus wesentlich weniger durch eine Anhebung der Flughöhen und neue Anflugverfahren entlastet werden, als die Bewohner des östlichen Main-Kinzig-Kreises. Dies sollte auch OB Kaminsky bekannt sein. Die Gesundheit der Menschen muss im Vordergrund stehen. Deshalb war der Bau der neuen Landebahn ein Fehler, außerdem muss das Nachflugverbot von 22:00 – 06:00 Uhr ausgeweitet werden bzw. die Flugbewegungen begrenzt werden. Nichts anderes hat Herr Ludwig als IGF-Vorsitzender gefordert.“

“Wir bleiben dabei“, so Feuerhack „jedes Dezibel weniger Lärm ist gut, weil es die eindeutig nachgewiesene Gesundheitsgefährdung verringert. Deshalb steht DIE LINKE auch weiterhin geschlossen hinter allen Initiativen, die das erreichen wollen. Konkret begrüßen wir eine reale Anhebung der Flughöhen ebenso wie lärmvermindernde Anflugverfahren. Allerdings sind wir nicht so naiv zu glauben, dass die Fluglärmproblematik alleine damit gelöst wird. Hanauerinnen und Hanauer und natürlich alle Bürgerinnen und Bürger, die noch näher in Richtung Flughafen leben, haben den gleichen Anspruch auf körperliche Unversehrtheit, unabhängig vom SPD-Parteibuch.”

http://www.dielinke-mkk.de

Fluglärmproteste bewirken etwas – Lärm ist aber schädlich für alle

Pressemitteilung von Werner Dreibus (MdB) vom 26.01.2012

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

„Konsequenter Widerstand nutzt etwas. Das zeigt das Thema Fluglärm“, so der Bundestagsabgeordnete Werner Dreibus (DIE LINKE.) aus Hanau. „Die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region haben durch ihre Proteste das Thema Fluglärm und Flughafenausbau zum medialen Dauerthema gemacht. Und nur dann kann sich etwas ändern.“

„Sogar die hessische Landesregierung“, ergänzt Thomas Maurer, Kreisvorstandsmitglied der LINKEN im Main-Kinzig-Kreis, „erweckt nun den Eindruck, auf die Lärmproteste einzugehen. Dies wurde auch auf der gestrigen Veranstaltung in Gelnhausen zu den gutachterlich festgestellten möglichen Veränderungen der Anflugrouten über dem Main-Kinzig-Kreis sichtbar. Nach den dortigen Stellungnahmen des Vertreters des hessischen Wirtschaftsministers“, so Maurer ironisch, „werden nun wohl die Flughöhen zwischen dem Osten des Kreises und Hanau ganz schnell um etwa 300 m angehoben.“

Der Bundestagsabgeordnete Dreibus mahnt in diesem Zusammenhang: „Bis jetzt gibt es nur schöne Worte. Jede Fluglärmminderung schützt unsere Gesundheit. Wenn die schnelle Anhebung der Flughöhen kommt, wäre dies eine Lärmentlastung um etwa 50 Prozent. Und die Umsetzung der gutachterlich festgestellten Anflugalternativen (CDA- oder Point-Merge-Anflüge) würden weitere Fortschritte bedeuten. Deshalb ist der Weg des Main-Kinzig-Kreises richtig, diese Verfahren beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung zu beantragen und – bei Ablehnung – einzuklagen.“

Allerdings sei Lärm schädlich für alle Menschen, nicht nur für die im Main-Kinzig-Kreis. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema legten leider nahe, dass in Hanau trotz einer durch die schnelle Anhebung der Flughöhen deutlich hörbaren Lärmminderung die Belastung immer noch auf einem gesundheitsschädlichen Niveau verbleibe.

Alle, die nicht nur dem Sankt Florians Prinzip folgen, müssten sich, so Dreibus abschließend, auch fragen: „Was nutzen lärmmindernde Anflugverfahren den Menschen in Hanau und weiter westlich, zum Beispiel in Offenbach? Und was nutzen diese Verfahren, wenn in wenigen Jahren die neue Landebahn ihre volle Kapazität von über 700.000 Flugbewegungen im Jahr erreicht hat (2011: ca. 490.000)?

Erfolge gegen Fluglärm sind in jedem Fall nur möglich, wenn der Widerstand weitergeht. Und er muss solidarisch gegenüber allen Betroffenen bleiben. Ich und meine Partei werden weiter dabei sein. Für uns gilt die Losung: Menschen vor Profite.“

http://www.werner-dreibus.de

http://www.igfluglaerm.de/

Die Montagsdemos am Flughafen gehen weiter – Nur wenn sich die Menschen wehren wird sich etwas ändern!

Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)

Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau–Kinzigtal e.V. (IGF)Die vom Bündnis der Bürgerinitiativen seit November veranstalteten Montagsdemos am Frankfurter Flughafen haben die Politik verändert. Am 16.01. wird die IGF wieder mit vielen Teilnehmern aus Hanau, Gelnhausen, Rodenbach usw. gegen den Fluglärm demonstrieren. Die Montagsdemos finden im Terminal 1 des Flughafens statt und beginnen immer um 18 Uhr. Am 16.01. treffen sich IGF-Mitglieder um 16:50 am Hanauer Hauptbahnhof um gemeinsam mit der S-Bahn zum Flughafen zu fahren (Abfahrt ist um 17:01).

Die Kundgebungen im Flughafengebäude sind sehr eindrucksvoll und zeigen Wirkung. Die Schätzungen gehen von bis zu 5.000 Teilnehmern aus.

Dieser massive Protest hat jetzt auch endlich die Landespolitiker aufgeschreckt. Die Fluglärmgegner lassen sich aber nicht von ein paar warmen Worten beeindrucken. Eric Ludwig – Vorsitzender der IGF – stellt fest: Erst wenn tatsächlich die berechtigten Forderungen der Fluglärmbetroffenen erfüllt werden, wird der Protest aufhören. Solange die Landesregierung aus CDU und FDP gegen das Nachtflugverbot klagt, können diese Politiker so viel erzählen wie Sie wollen, man wird Ihnen nicht glauben.

Die IGF ist überparteilich und arbeitet mit allen Institutionen zusammen, die sich für weniger Lärm einsetzen. Im abgelaufenen Jahr gab es mit mehreren Parteien eine sehr positive Zusammenarbeit. Mit der SPD, den Grünen, den LINKEN,, den Freien Wählern und mit den Piraten wurden Gespräche geführt oder sogar gemeinsam Veranstaltungen organisiert, um Informationen zu geben und konkrete Vorschläge zur Lärmminderung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Auch mit öffentlichen Stellen hat die IGF gut zusammengearbeitet. Zum Beispiel hat die IGF auf einer Bürgerversammlung in Steinau über den Fluglärm berichtet und die Stadt Gelnhausen hat die Rodenbacher Erklärung der IGF auf Ihrer Internet-Seite veröffentlicht, dort kann man die Forderungen nach weniger Lärm sogar online unterstützen.

Die IGF wird in den parteipolitischen Auseinandersetzungen nicht Partei ergreifen. Aber wenn es notwendig ist, muss die IGF weiterhin klar Stellung beziehen: für die IGF ist die Politik der CDU – egal ob im Main-Kinzig-Kreis oder in Hessen – weiterhin einseitig pro Flughafen ausgerichtet. Die Beschwerden über den Fluglärm werden zur Kenntnis genommen, aber es passiert nichts. Aus Sicht der IGF wird nur so getan, als würde man die Gesundheitsgefahren bzw. die massive nächtliche Ruhestörung und den unzumutbaren Lärm während des Tages ernst nehmen.

Die offizielle politische Linie der SPD in Hanau und im MKK ist auch grundsätzlich für den Flughafenausbau. Das haben zum Beispiel Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky und Landrat Pipa auch 2011 wieder bestätigt. Wir können aber auch feststellen, dass konkrete Massnahmen gegen den Lärm ergriffen wurden, z.B. wurde ein Gutachten über alternative Anflugverfahren in Auftrag gegeben und Landrat Pipa wird nicht müde die Flugsicherung anzugreifen.

Früher oder später werden alle Flughafen(ausbau)befürworter anerkennen müssen, dass ein umfassendes Nachtflugverbot, geänderte Anflugverfahren und eine Begrenzung des Flugverkehrs absolut notwendig sind, um wieder Frieden in der Region zu schaffen. Weitere Infos zu den Montagsdemos und zum Fluglärm sind auf der Homepage der IGF abrufbar – www.igfluglaerm.de[http://www.iglfuglaerm.de/

Eric Ludwig 1. Vorsitzender

http://www.dielinke-mkk.de

Montagsdemo der Fluglärmgegener – Petition unterzeichnen!

Die Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V., die bereits mehr als 10.000 Protest-Unterschriften gegen den Ausbau von Fraport und die daraus folgenden Belastungen gesammelt hat, unterstützt die Montagsdemos am Frankfurter Flughafen.

Am 12.12.2011 wird die IGF gemeinsam an der Demonstration teilnehmen und fordert nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis sowie die Parteien und Verbände auf, sich an dieser Protestveranstaltung zu beteiligen und so zu dokumentieren, dass nicht nur die Bevölkerung in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, sondern auch jene, die 40, 50 oder gar 60 Kilometer von der Landebahn entfernt wohnt, unter dem Lärmterror leidet.

Eine gute Bahnverbindung zum Frankfurter Flughafen ist die S9 ab Hanau Hauptbahnhof um 17:01 Uhr. Die Montagsdmemos beginnen immer um 18 Uhr im Terminal 1.

 

Besserer Schutz der Bevölkerung des Rhein-Main-Gebietes vor Fluglärmbelastung

Liebe Freunde und Bekannte bitte unterschreibt die Petition:

Niemand muss mehr wie in alten Startbahn-West-Zeiten nachts im Kalten campen und sich tagsüber vertrimmen lassen. Wer heute etwas gegen Fluglärm und maßlosen Ausbau der Flughäfen auf Kosten der umliegenden Städte tun will, braucht seinen Schreibtisch nicht mehr zu verlassen, sondern kann folgende Petition unterzeichnen:

http://www.openpetition.de/petition/online/besserer-schutz-der-bevoelkerung-des-rhein-main-gebietes-vor-fluglaermbelastung

Auch wenn es in diesem speziellen Fall um das Rhein-Main-Gebiet und seinen Widerstand gegen Fraport geht, sind Stimmen aus der ganzen Republik erwünscht und erforderlich. Ab 50 000 Unterzeichnern muss sich der Bundestag mit dem konkreten Problem des Fluglärms auseinandersetzen, was sich positiv für alle Städte in Flughafennähe auswirken wird.

Jeder kann unterzeichnen, auch ohne Namensnennung. (Einfach „Nicht Öffentlich unterschreiben“ anklicken.) Der ganze Vorgang erfordert lediglich die Angabe der E-mail-Adresse und dauert keine zwei Minuten.

Bitte nehmt diese Mail wenn möglich in Euren Verteiler auf und schickt sie weiter, damit die Petition noch mehr Stimmen erhält.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen F. Caroline Bachmann

http://www.dielinke-mkk.de

Fluglärmprotest braucht langen Atem – andere Anflugverfahren kaum vor 2013

Pressemitteilung von Werner Dreibus (MdB) vom 15.11.2011

Werner Dreibus (MdB)

Werner Dreibus (MdB)

„Die gestrigen Demonstrationen gegen den Fluglärm zeigen: Die Beschwerden über den Fluglärm werden weder von der Landes- noch von der Bundesregierung ernst genommen“, so der Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus dem Wahlkreis Hanau, Werner Dreibus, in einer Presseerklärung.

Dies, so Dreibus, gehe auch aus den Antworten auf seine Fragen in der Fragestunde des Bundestages vom Oktober hervor. Unter anderem werde darin vom Bundesministerium für Verkehr festgehalten, dass mit einer „Untersuchung“ zur Optimierung des Anflugverfahrens „frühestens im 2. Quartal 2012“ zu rechnen sei. Und wenn eine Untersuchung erst 2012 begänne, sei es wohl realistisch, tatsächliche Verbesserungen – wenn überhaupt – frühestens im Jahr 2013 zu erreichen. MEHR

Die Erfahrungen vieler Fluglärmgegner mit den politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene hätten sich auch in den Antworten auf seine Fragen bestätigt, so Dreibus: „Der allein aus Gesundheitsgründen geradezu gebotene Kampf gegen den Fluglärm wird kleingeredet. Es wird auf Zeit gespielt, aktionistisch zum Beispiel eine Task Force gegründet und offenbar darauf gesetzt, dass sich die Menschen schon daran gewöhnen werden oder einfach resignieren.

Dies wird aber dann nicht funktionieren, wenn die Menschen sich weiter gemeinsam und im Bündnis mit Initiativen, Verbänden, Parteien, Kommunen und Kreisen gegen den Fluglärm wehren. Je mehr Bürgerinnen und Bürger dies tun, desto größer sind die Chancen, dass sich etwas ändert. Wir brauchen einen langen Atem.

http://www.werner-dreibus.de

Unterstützen Sie die Rodenbacher Erklärung gegen Fluglärm

Jahresfest der LINKEN Main-Kinzig

 

 

Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Besucher sind vorhanden.

http://www.die-linke-mkk.de

LINKE Kreistagsfraktion: Noll hat Recht!

Pressemitteilung der Kreistagsfraktion vom 12.08.2011

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Andreas Müller dankt Alexander Noll für seine klaren Worte. „Noll hat Recht, das, was er klar ausspricht, versuchen die anderen Parteien mit Aktionismus zu überspielen“, so Müller. Allen Flughafenausbaubefürwortern musste klar sein, welche Konsequenzen eine neue Start- und Landebahn hat. Jetzt so zu tun als sei man völlig überrascht, ist gegenüber den tatsächlich überraschten Bürgern zynisch. Langfristig ließe sich nicht verheimlichen, dass der Fluglärm selbst gegenüber dem derzeitigen Zustand noch massiv zunehmen werde. Wer, wie die Fraport in ihrer eigenen Prognose, im Jahr 2020 über 40 % mehr Flugbewegungen anstrebe, der komme auch nicht umhin, einen weiteren Anstieg des Fluglärms mit einzukalkulieren. „Das war auch allen    Beteiligten bekannt, die eine Entscheidung zum weiteren Ausbau des Flughafens mitgetragen haben“, stellt Müller fest.

Auf Antrag der LINKEN hat der Kreistag im Dezember 2010 nochmals den Beschluss zu einem „Anti-Lärm-Paket“ aus dem Jahre 2002 bestätigt. In diesem Anti-Lärm-Paket geht es insbesondere um ein Nachtflugverbot. Schon damals waren Lärm und Nachtflüge ein Thema im Main Kinzig Kreis. Wer also jetzt so tut als könne der Ausbau des Flughafens und der Schutz vor Lärm gleichzeitig erfolgen, wie dies z.B. der MdB Peter Tauber (CDU) tue, versuche den berechtigten Unmut der Bürgerinnen und Bürger ins Leere laufen zu lassen. „Da ist mir Alexander Noll mit seinem klaren Bekenntnis zu Wirtschaftsinteressen schon lieber“, so Müller, „da weis man was man hat!“. Natürlich diene der Flughafenausbau einzig und allein Wirtschaftsinteressen, so DIE LINKE, über ein Verkehrskonzept und Reduzierung von Flügen würde erst gar nicht nachgedacht. Hier würde der Weg des geringsten  Widerstandes zu Lasten der Einwohner im Main-Kinzig-Kreis, aber auch in Rheinland Pfalz, gegangen und einfach auf ein weiteres Wachstum des Flugverkehres gesetzt. „Statt dessen brauchen wir integrierte europäische Verkehrskonzepte, mit einer Reduzierung der    Kurzstreckenflüge und dem Ausbau der Schieneninfrastruktur und des ÖPNV“, so Müller.

„Doch stattdessen sollen die zunehmenden Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern im Main-Kinzig-Kreis über den Fluglärm offenbar mit Hilfe unverbindlicher Gespräche mit der DFS, E-Mailadressen für Beschwerden und vordergründigen Aktionismus ins Leere laufen, während auf dem Flughafen fleißig Fakten geschaffen werden. Eine Änderung des Anflugverfahrens, wie es von vielen Bürgerinnen und Bürgern und auch einer Reihe von Bürgermeistern im Main-Kinzig-Kreis gefordert wird, findet  unsere volle Unterstützung. Ebenso ein funktionierendes Nachtflugverbot von 22-6 Uhr. Lärm macht krank. Und da ist jede Lärmreduzierung ein Fortschritt. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass der Lärm von 40 % mehr Flugbewegungen durch diese Maßnahmen kompensiert werden kann“, so Müller.

Die politisch Verantwortlichen und alle Bürgerinnen und Bürger müssen sich deshalb wohl am Ende entscheiden, ob sie den Flughafenausbau und den damit verbundenen Lärmzuwachs wollen oder ein grundsätzlich anderes integriertes Verkehrskonzept, dass auf einen Flughafenausbau verzichten kann. Die Frage, die man stellen muss ist deshalb: folgt man der Argumentation von Alexander Noll oder stellt man die Grundsatzfrage nach einem anderen Verkehrskonzept. Ideen dafür gibt es genug. Es wird Zeit, das Fluglärm-Sommermärchen zu beenden und den Realitäten ins Auge zu schauen.

E-Mail-Beschwerdeadresse des Main-Kinzig-Kreises gegen den Fluglärm: fluglaerm@mkk.de

Bundesumweltamt: Risikofaktor nächtlicher Fluglärm [pdf]

Mehr auf unserer Themenseite Fluglärm

http://www.die-linke-mkk.de

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