Pressemitteilung vom 05.03.2012

Jens Feuerhack, der Kreisvorsitzende DIE LINKE Main-Kinzig, erklärt zur Nominierung von Joachim Gauck zum Kandidaten von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen zur Wahl des Bundespräsidenten: „Nein, Joachim Gauck kann nicht und darf nicht unser Bundespräsident sein. Dafür gibt es zahlreiche Gründe und keiner davon, hat mit seiner früheren Tätigkeit als Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde zu tun.“, so der Kreisvorsitzende der Linken Main-Kinzig.
Gauck sei jener, der erstens Tilo Sarrazin als „mutig“ lobte für die Veröffentlichung seiner ausländerfeindlichen Thesen, der zweitens deutsche Kriegsbeteiligungen in Afghanistan und anderswo in der Welt für „gerechtfertigt“ halte, der drittens Hartz IV als „richtig“ bezeichnet und somit Kinderarmut als Folgeerscheinung ignoriere, der viertens die Occupy-Bewegung, welche gegen die Macht der Finanzmärkte kämpfe, als „unsäglich albern“ ab qualifizierte, der fünftens Wikileaks das Recht abspricht, einerseits Geheimdokumente zu veröffentlichen, aber andererseits eine Speicherung aller Telekommunikations-Verbindungsdaten ohne jeden Anlass („Vorratsdatenspeicherung“) beschönige, der sechstens die Bespitzelung der Partei DIE LINKE durch den Verfassungsschutz legitimiere und der schließlich siebtens einen Staatsakt für die Opfer der Nazi-Mordserie ablehnt hatte, aber doch teilnahm um seine Wahl zum Bundespräsidenten nicht zu gefährden, so Feuerhack. „Nein, Gauck ist nicht der unabhängige „Vermittler zwischen Regierten und Regierenden“, als der er sich selbst bezeichnet. Nein, Gauck ist auch nicht der Verfechter der Freiheit, es sei denn, diese Freiheit dient den Reichen und Privilegierten in unserem Land.
Gauck ist der Kandidat der Parteien (CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE), welche die Spaltung der Gesellschaft weiter vorantreiben. Gauck ist der Kandidat derer, denen es egal ist, ob Menschen die hart arbeiten, zum Amt als Bittsteller gehen müssen um zu überleben, denen es egal ist, dass Rentner und Rentnerinnen in Armut ihren Lebensabend verbringen. Gauck ist der Kandidat derer, die es lieber heute als morgen sehen würden, uns als Linke verboten zu sehen und erfolgreich ignorieren, dass Nazis mordend durchs Land ziehen.“, so Feuerhack abschließend.













Am 28. Januar stimmt der Bundestag erneute über die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr ab. Die Bundesregierung muss im “Fortschrittsbericht Afghanistan” inzwischen zugeben: Die stetig wachsende Militärpräsenz hat bisher nicht zu einer signifikanten Verbesserung der Sicherheitslage geführt”. Das vergangene Jahr war das blutigste seit dem Einmarsch 2001: Mehr als 10.000 Menschen wurden durch den Afghanistankrieg 2010 getötet.

